25 November 2014 - 04:39
Die Atomgespräche werden bis Ende Juni verlängert

Die Atomgespräche zwischen Iran und der 5+1-Gruppe in Wien sind am Montagnachmittag vorzeitig beendet worden.

Die Frist für eine Einigung hätte um Mitternacht geendet. Da diese nicht erzielt werden konnte, wurde eine erneute Verlängerung beschlossen, sagte der britische Außenminister Philip Hammond. Die Details eines umfassenden Abkommens sollen bis zum 1. Juli geklärt werden. Iranische Delegationskreise um den iranischen Aussenminsiter Mohammed Dschawad Sarif bestätigten die Fristverlängerung bis Ende Juni. Wegen der Verlängerung bleibt das Übergangsabkommen, das voriges Jahr in Genf getroffen wurde, weiterhin in Kraft. Dem Iran sollen monatlich 700 Millionen Dollar aus seinen eingefrorenen Guthaben zur Verfügung gestellt werden, sagte Hammond. Nach Angaben eines westlichen Diplomaten soll nun bis zum 1. März 2015 ein politisches Abkommen ausgehandelt werden. Die beiden größten Streitpunkte waren die Urananreicherung und die westlichen Sanktionen gegen Teheran. Ein westlicher Diplomat sagte am Montag, es seien weitere Expertengespräche sowie ein neues Treffen der Verhandlungsteams im Dezember an einem noch festzulegenden Ort geplant.